TicoMaia anstatt "Maddalena di Canossa"

Logo TicoMaia

Heute Vormittag (15. Mai) fand in der Maiastraße die offizielle Umbenennungsfeier des Kinderhortes und des Kindergartens "Maddalena di Canossa" statt. Die beiden Einrichtungen heißen nun "TicoMaia".

"Die städtische Kinderkrippe in der Maiastraße beherbergt wie das Kinderhort Yosyag in der Goethesraße sowohl italienische als auch deutsche Kinder, aber natürlich auch Kinder vieler anderer Sprachen und Kulturen. Der Name 'Maddalena di Canossa' bezeichnet nach der Überzeugung der meisten einen italienischsprachigen Dienst, während die Zweisprachigkeit die Grundlage des Dienstes selbst ist, wie es auch bei der Yosyag-Krippe der Fall ist. Die Entscheidung, den Namen zu ändern, wurde auch vom benachbarten Kindergarten mitgetragen, der das gleiche Gebäude wie die Kinderkrippe nutzt", erklärte Stadträtin Emanuela Albieri. 

Die Wahl des neuen Namens, TicoMaia, wurde nach einem fruchtbaren gemeinsamen Prozess getroffen, an dem nicht nur die beiden Einrichtungen, sondern auch eine Klasse des Kunstgymnasiums Gymme beteiligt waren. In einem sehr partizipativen kreativen Prozess arbeiteten nicht nur die Erzieher*innen, sondern auch die Eltern und natürlich die Jungen und Mädchen zusammen. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, an der Stadträtin Emanuela Albieri, die Direktorin des Kindergartensprengels Paola Segala, die Leiterin des Amtes für Bildung und Schulen der Gemeinde, Claudia Tomio, die Pädagogin Sarah Pichler, die Krippenkoordinatorin Laura Borgatello und die Kindergartenkoordinatorin Sara Vezzani teilnahmen. Die Gruppe arbeitete sowohl mit der Brainstorming-Methode als auch im Rahmen eines partizipativen Prozesses mit Familien und Kindern, indem sie Fragebögen verteilte, um Vorschläge zu sammeln.

GruppenfotoVon links: Sara Vezzani, Laura Borgatello, Paola Segala, Stephan Fischnaller, Claudia Tomio und Emanuela Albieri.Die einstimmige Wahl fiel auf den Namen "TicoMaia". Der erste Teil, "Tico", ist der Name eines ausgestopften Kaninchens, das in der Kinderkrippe als Übergangsobjekt vorhanden ist (d.h. ein Objekt, das die Beziehung zwischen dem Kind und seiner Umgebung vermittelt und es vor den Ängsten schützt, die während der Abwesenheit der Mutter entstehen). Tico hat den Vorteil, dass es sprachlich neutral ist und somit die Identifizierung aller Personen, welche die beiden Einrichtungen besuchen (Kinder, Erzieher*innen, Eltern), ermöglicht. Der zweite Teil "Maia" bezieht sich auf die Straße, an der beide Einrichtungen liegen. Der Name hat auch einen Klang, der an spielerische und fröhliche Aktivitäten erinnert. 

Nachdem der Name feststand, machten sich die Schülerinnen und Schüler einer 3. Klasse der Kunstschule Gymme (Kunstgymnasium mit Fachrichtung Grafik) in Meran mit Unterstützung der Professoren Stephan Fischnaller, Eric Hollweg und Valentin Gruber an die Arbeit. Die Klasse arbeitete etwa drei Monate lang an der Entwicklung der Logos. Es wurden zweiundzwanzig Entwürfe eingereicht, einer für jede*n Schüler*in, alle mit einer genauen Beschreibung, einem technischen Datenblatt und grafischen Anwendungen. Eine Fachjury entschied über das Siegerprojekt. Die Studentin Viktoria Patscheider, die mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde, hat zwei Logos entworfen, die sowohl den Unterschied zwischen den beiden Einrichtungen als auch die pädagogische Kontinuität, die sie verbindet, zum Ausdruck bringen. Der Star der beiden Logos ist der Tico-Hase, in zwei verschiedenen Formen und Farben, gelb für die Krippe und grün für den Kindergarten. Diese beiden Logos werden die Jungen und Mädchen auf ihrem Bildungsweg begleiten und ein Gefühl der Zugehörigkeit und Identifikation schaffen. Sie werden in verschiedenen Kontexten verwendet und natürlich auch an den beiden Eingängen angebracht.

Name und Logo vereinen nun die beiden Einrichtungen, die nicht nur deshalb nahe beieinander liegen, weil sie in zwei Teilen desselben Gebäudes untergebracht sind. Soeben wurde nämlich ein wichtiges und innovatives Projekt zur pädagogischen Kontinuität abgeschlossen - das in den nächsten Tagen den Medien, den Fachleuten und den Eltern vorgestellt wird. Dieses zielt darauf ab, den Übergang der Kinder von der Kinderkrippe oder der Kleinstbetreuungseinrichtung in den Kindergarten bestmöglich zu begleiten. Dieses Projekt wurde von einer Arbeitsgruppe entwickelt, die sich aus Vertreter*innen der deutschen und italienischen Kindergärten, der beiden städtischen Kinderkrippen (TicoMaia und Yosyag) und der drei KITAS (Casabimbo, Coccinella und Popele) zusammensetzt und vom Amt für Bildung und Schulen der Stadt Meran unterstützt wird.

Logo

Foto

15.05.2024

DEU