Nordwestumfahrung: Auftrag für Tunnelausrüstung ausgeschrieben

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Die Installationsarbeiten der technischen Anlagen für den Tunnel der Nordwest-Umfahrung von Meran sind ausgeschrieben. (Rendering: Landesabteilung Tiefbau)

(LPA) Der Bau des Tunnels der Nordwestumfahrung Meran geht konstant voran. Nun wurde die Ausschreibung für die technische Tunnelausrüstung auf dem Vergabeportal veröffentlicht.

Die Bauarbeiten am insgesamt 2,2 Kilometer langen Tunnel für die Nordwestumfahrung Meran schreiten stetig voran. "Derzeit fehlen noch etwa 250 Meter unterhalb der Goethestraße. Der Vortrieb im Lockermaterial erfolgt mit einem vorauseilenden Rohrschirm und Hochdruckinjektionssäulen. Gleichzeitig werden die Fluchtwege errichtet", berichtet der Projektverantwortliche der Landesabteilung Tiefbau, Johannes Strimmer. In den nächsten Tagen soll der Bau des Techniklokals am Portal Zenoberg beginnen. 

EU-weite Ausschreibung der Installationsarbeiten

Am 30. Mai wurde ein weiteres wichtiges Baulos für die Nordwestumfahrung Meran auf dem Vergabeportal des Landes ausgeschrieben. Es handelt sich um die Installationsarbeiten der technischen Anlagen im Tunnel. Die EU-weite Ausschreibung umfasst einen Betrag von rund 17 Millionen Euro.

Die Angebote können bis zum 10. Juli eingereicht werden. Danach erfolgt die Bewertung der Qualität der Angebote durch eine technische Kommission. Anfang 2025 soll dann mit den Installationsarbeiten im Tunnel begonnen werden, um den vorgesehenen Termin für die Öffnung des Tunnels für den Verkehr 2026 einhalten zu können.

Tunnel detailliert in 3D geplant - Maximales Sicherheitspaket

"Die technische Tunnelausrüstung wurde mit der neuen Building Information Modeling-Methodik geplant", sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Diese Methode ermöglicht eine detaillierte 3D-Planung mit zusätzlichen Informationen zu jedem Bauteil und jeder Anlagenkomponente. "Dadurch wird die Qualität der Projektierung im Anlagenbau deutlich verbessert", sagt Alfreider.

Zudem erhält der Tunnel die umfangreichste sicherheitstechnische Ausrüstung, wie sie für die Tunnelklasse A vorgesehen ist. Eine Besonderheit ist die vorgesehene automatische Halbquerlüftung. "Dabei wird im Brandfall entstehender Rauch über einen Rauchgaskanal oberhalb der Fahrbahn abgesaugt", erklärt Simone Gambarotto, Techniker im Amt für Straßenbau West. Durch das kürzliche Inkrafttreten neuer technischer Normen seien neue und moderne Anlagenlösungen eingeführt worden, welche die Sicherheit im Tunnel erhöhen.

31.05.2024

DEU