Gestern Abend fand im Pfarrsaal von Sinich eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Thema Grundwasserspiegel statt. Ingenieur Corrado Lucarelli vom Büro Patscheider & Partner erläuterte ausführlich alle vom Technikerteam ausgearbeiteten Projektvorschläge zur Eindämmung des zyklischen Anstiegs des Grundwasserspiegels. Sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, sollen die ersten Arbeiten im Jahr 2028 beginnen. Die hydraulischen Maßnahmen werden den Grundwasserspiegel um mindestens einen halben Meter senken.
Vizebürgermeister Nerio Zaccaria (rechts im Bild) und Gemeinderat Tommaso Cortellessa.
Detaillierte Erläuterungen zu den verschiedenen vom Technikerteam vorgeschlagenen Lösungen lieferte Ingenieur Corrado Lucarelli vom Büro Patscheider & Partner in einer gut strukturierten und umfassenden PRÄSENTATION auf der Großbildleinwand.
„Das derzeit in Ausarbeitung befindliche technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsprojekt“, so Lucarelli, „greift bereits in der Vergangenheit entwickelte Ideen auf und optimiert sie. Dabei sind im Wesentlichen die teilweise Wiederherstellung des alten Entwässerungskanalnetzes, die Errichtung neuer Entwässerungsleitungen, die Installation einer Entwässerungspumpe im Bereich der Fermistraße sowie mögliche gezielte Abdichtungsmaßnahmen vorgesehen. Letztere sind ebenso im Bereich der Fermistraße geplant, denn dort wird der Grundwasserspiegel von den Schwankungen des Pegels der Etsch bestimmt. Zudem sind in dieser Zone die Folgen des Rückgangs der Grundwasserentnahme durch die Memc (um zwei Drittel weniger in den letzten 15 Jahren) am stärksten zu spüren. Sobald sie voll umgesetzt sind, werden die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen es ermöglichen, den Grundwasserspiegel zu kontrollieren und ihn um durchschnittlich einen halben Meter, in einigen Bereichen möglicherweise sogar um einen Meter, zu senken.“
„Wir haben gemeinsam einen Weg des Austauschs und der Zusammenarbeit eingeschlagen – mit den Bürgerinnen und Bürgern von Sinich, mit dem Stadtviertelkomitee, mit den Fachleuten und Vertretern der beteiligten Behörden (Landesagentur für Zivilschutz, Agentur Landesdomäne, Bonifizierungskonsortium Passer-Eisack-Mündung, Stadtwerke). Dieser ermöglicht es uns endlich, das Ziel unserer gemeinsamen Bestrebungen zu erblicken: die konkrete Umsetzung von Maßnahmen zur Eindämmung und Vorbeugung eines chronischen hydrogeologischen Problems, das seit Jahrzehnten vielen Bewohner*innen des Stadtviertels Unannehmlichkeiten bereitet“, betonte der Vizebürgermeister Nerio Zaccaria. Er sprach anschließend insbesondere dem Gemeinderat Tommaso Cortellessa, der im Auftrag der Stadtregierung den Prozess zum Grundwasser operativ unterstützt, seinen Dank aus.
Zufrieden mit den erzielten Ergebnissen zeigte sich auch der Vizepräsident der Landesregierung Marco Galateo, der bei der Versammlung das Wort ergriff, um die Qualität und Konkretheit der geschaffenen Synergien hervorzuheben und den Willen zu bekräftigen, die Anliegen der Bevölkerung von Sinich innerhalb der Landesverwaltung zu unterstützen und zu vertreten.
Der Zeitplan
In den kommenden Wochen werden alle von den Technikern erstellten Unterlagen von dem für die Umweltverträglichkeitsprüfung zuständigen Landesamt unter die Lupe genommen. Nach Abschluss der Prüfung wird das Verfahren zügig und in weiteren Schritten bis zum Abschluss des Genehmigungsverfahrens fortgesetzt. Dieses ist für das Ende des laufenden Jahres vorgesehen. Im Jahr 2027 wird man zur Ausführungsplanung und zur Vergabe der Aufträge für die verschiedenen Arbeiten übergehen, um die ersten Maßnahmen Anfang 2028 beginnen zu können.
„In der Zwischenzeit“, so Ingenieur Lucarelli, „bleibt die regelmäßige und effiziente Instandhaltung des bestehenden Kanalsystems von grundlegender Bedeutung.“
„Wir beabsichtigen“, versicherte der stellvertretende Bürgermeister Zaccaria, „die Zusammenarbeit zwischen den für die regelmäßige Reinigung von Kanälen und Gräben zuständigen Stellen weiter zu verbessern. Das Ziel muss es sein, die jeweiligen Zuständigkeiten eindeutig festzulegen und die Eingriffe dann zu koordinieren und zeitlich genau zu planen.“
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PRÄSENTATION