Im Rahmen des neuen Dienstleistungsvertrages für die integrierte Führung der öffentlichen Beleuchtung und Smart-City-Infrastruktur unternimmt die Gemeinde einen konkreten Schritt auf dem Weg zu einer immer intelligenteren und widerstandsfähigeren Stadt. Der neue Dienstleistungsvertrag mit den Stadtwerken, der dem Gemeinderat in der für Donnerstag, den 25. Juni, angesetzten Sitzung vorgelegt wird, legt erstmals umfassend die Steuerung des städtischen Smart-City-Ökosystems fest.
Innovationsstadtrat Daniele Di Lucrezia.Die Maßnahme führt einen einheitlichen Rahmen für die Verwaltung der digitalen Infrastruktur ein – darunter Sensoren, Erfassungssysteme, Datenplattformen und Überwachungsinstrumente –, klärt die Zuständigkeiten, benennt einen operativen Betreiber und stärkt die Lenkungs- und Kontrollfunktion der Stadtverwaltung. Neben der garantierten Kontinuität bei der Verwaltung der öffentlichen Beleuchtung markiert der Vertrag eine bedeutende Neuerung auf politischer und administrativer Ebene: den Übergang von einer Vielzahl technologischer Maßnahmen zu einem koordinierten, messbaren und am öffentlichen Interesse orientierten System.
„Die Smart City ist weder ein Schlagwort noch eine Ansammlung von Technologien, sondern ein Modell der Stadtverwaltung, das auf Daten, Kompetenzen, klaren Verantwortlichkeiten und der Fähigkeit, auf Veränderungen zu reagieren, basiert. Mit diesem Vertrag benennen wir die Stadtwerken AG als operative Betreiberin des Smart-City-Ökosystems und stärken die Rolle der Stadtverwaltung als lenkende, planende und kontrollierende Instanz“, betont der Stadtrat für Innovation Daniele Di Lucrezia.
Nach der Vorstellung der Stadtverwaltung ist die digitale Transformation nicht nur ein technologisches Schaufenster, sondern ein konkretes Instrument, um die Lebensqualität zu verbessern, öffentliche Dienstleistungen effizienter zu gestalten, den digitalen und ökologischen Wandel zu unterstützen und die Fähigkeit der Stadt zu stärken, kritische Situationen zu verhindern und zu bewältigen. Eine intelligente und resiliente Stadt ist nämlich eine Stadt, die in der Lage ist, städtische Phänomene ganzheitlich zu erfassen und zeitnah auf die Bedürfnisse des Gebiets zu reagieren: von der Mobilität bis zur Dienstleistungsverwaltung, von der ökologischen Nachhaltigkeit bis zur Sicherheit der Infrastruktur.
„Die Intelligenz einer Stadt misst sich an der Fähigkeit, Daten in Wissen, Wissen in politische Entscheidungen und Entscheidungen in konkrete Vorteile für Bürger*innen, Unternehmen und Gäste umzuwandeln. Das ist der Sinn eines wirklich smarten Merans“, fährt Daniele Di Lucrezia fort.
Der eingeschlagene Weg orientiert sich auch an einigen nationalen Vorzeigeprojekten, wie denen der Städte Florenz, Venedig und Trient. Insbesondere hat in den ersten Monaten des Jahres eine Delegation der Stadtverwaltung, bestehend aus dem Stadtrat Daniele Di Lucrezia selbst, der Vizegeneralsekretärin Daniela Cinque und der Leiterin der Dienststelle für Informatik und Innovation Claudia Ruffino, in Trient Organisationsmodelle und operative Lösungen untersucht, die für die Entwicklung des Meraner Modells nützlich sind.
„Der Austausch mit anderen Städten war von grundlegender Bedeutung – nicht, um fremde Lösungen zu kopieren, sondern um die für unsere Stadt am besten geeigneten Instrumente zu ermitteln und dabei ihre Besonderheiten zu berücksichtigen“, betont Di Lucrezia weiter.
Der Vertrag, den der Gemeinderat verabschieden soll, regelt umfassend die Steuerung und Weiterentwicklung der wichtigsten Smart-City-Infrastrukturen, darunter:
- Verkehrsmanagementsysteme und intelligente Ampelanlagen;
- Technologien zur Erfassung und Zählung von Fahrzeugströmen;
- Sensoren für das Parkraummanagement;
- IoT-Geräte (Internet der Dinge);
- LoRaWAN-Kommunikationsnetz (Low-Power-Netz für vernetzte Geräte);
- öffentliche WLAN-Hotspots;
- Informationssäulen und -anzeigen;
- Systeme zur Verwaltung von verkehrsberuhigten Zonen (ZTL);
- Umwelt- und Wettersensoren;
- zentrale Plattform zur Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung von Daten.
Besonderes Augenmerk wird auf die Überwachungs- und Kontrollinstrumente gelegt. Der Vertrag sieht nämlich die Einrichtung eines gemeinsamen Arbeitsausschusses zwischen der Stadtverwaltung und den Stadtwerken vor, mit regelmäßigen Treffen, die darauf abzielen, den Fortschritt der Aktivitäten zu überprüfen, Qualitätsindikatoren zu analysieren, Maßnahmen zu planen und die technologische Entwicklung der Dienste zu bewerten. Die Stadtverwaltung wird zudem direkten Zugriff auf die Informationsplattformen des Betreibers haben, um eigenständig Überprüfungsmaßnahmen durchzuführen.
„Innovation ist nicht nur Technologie, sondern auch Verwaltungsmethodik: Sie bedeutet Planung, Messung, Kontrolle und Berichterstattung. Eine Smart City ist dann effektiv, wenn sie der Verwaltung hilft, besser zu verstehen, was vor Ort geschieht, und präziser einzugreifen“, bemerkt Daniele Di Lucrezia.
Zentrales Element der neuen Struktur ist die Einrichtung des Smart Control Room der Stadt Meran: eine integrierte Funktion zur Koordination, Überwachung und Analyse städtischer Daten, die darauf ausgelegt ist, administrative Entscheidungen zu unterstützen. Der Smart Control Room wird es ermöglichen, die Informationsströme aus den verschiedenen Bereichen der Stadt – Mobilität, Verkehr, Umwelt, Konnektivität und digitale Infrastruktur – schrittweise zu integrieren und so einen umfassenden und aktuellen Überblick über das Stadtgebiet zu bieten.
„Mit dem Smart Control Room wollen wir die Fähigkeit stärken, die Stadt zu verstehen, und Entscheidungen auf der Grundlage aktueller und messbarer Daten unterstützen. Eine intelligente und resiliente Stadt ist eine Stadt, die Probleme vorhersehen, Prioritäten setzen und bewusste Entscheidungen treffen kann“, schließt Stadtrat Di Lucrezia.
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